Japanische Kunst in den Gemälden von Edgar Degas
Asymmetrie und Beschnitt: Lehren aus dem Ukiyo-e
Die japanische Kunst prägte Edgar Degas' Kompositions- und Bewegungsverständnis maßgeblich. Während des Aufstiegs des Japonismus im Paris des späten 19. Jahrhunderts studierte Degas japanische Ukiyo-e-Holzschnitte, die ihm neue visuelle Strategien jenseits der traditionellen westlichen Perspektive eröffneten.
Inspiriert von japanischen Kompositionen, setzte Degas auf Asymmetrie, unerwartete Bildausschnitte und ungewöhnliche Perspektiven. Diese Elemente treten besonders in seinen Darstellungen von Tänzern und Künstlern hervor, deren Figuren teilweise vom Bildausschnitt abgeschnitten erscheinen, wodurch ein Gefühl von Unmittelbarkeit und Bewegung entsteht. Werke wie „Die Tanzstunde“ (1874) zeigen, wie Degas Alltagsszenen in dynamische, moderne Kompositionen verwandelte.
Die japanische Ästhetik ermutigte Degas, sich auf Gestik, Rhythmus und flüchtige Momente anstatt auf idealisierte Formen zu konzentrieren. Diese Hinwendung trug zur Entwicklung der modernen Bildsprache bei und beeinflusste spätere Strömungen in Fotografie, Film und zeitgenössischer Kunst.
Bei KsaveraART wird diese Auseinandersetzung mit Bewegung und Rhythmus durch abstrakte und japanisch inspirierte Kunstwerke fortgesetzt, die Balance, Fluss und visuelle Harmonie betonen – und so historische Einflüsse mit zeitgenössischem Ausdruck verbinden.
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Illustration: Edgar Degas, Die Tanzklasse, 1874